Crowdfunding und Castrop-Rauxel

Was machen heute die Journalisten, die mal die Redaktion der Westfälischen Rundschau waren? Bei manchen kann man es nachlesen, im Blog oder in einem Dossier in der „ZEIT“. Bei manchen kann man es ansehen, und bei einem kann man es mitfinanzieren.

Dennis Betzholz war Redakteur im Mantel der WR, und wenn man heute am Newsdesk in Essen seinen Namen erwähnt, sagen Kollegen Dinge wie „Oh, der Dennis“ (Tonfall etwa wie „Oh, Du hast Kuchen mitgebracht“) oder „Wenn ihr das nächste Mal sprecht, musst Du ihm von mir mal ganz zärtlich auf den Oberarm boxen“ (sic).

Dennis hat über EU-Richtlinen gschrieben, über Döner, über ein Leben ohne Internet. Ein Allrounderjob halt. Und nach der WR ist er – jung, mobil, ungebunden – in eine Zwanziger-WG-nach Bonn gezogen und arbeitet da jetzt beim Generalanzeiger. Das wäre für mich der Punkt, mich mal zu sammeln und zu sortieren. Für ihn war es der Punkt, mit einem Freund zusammen ein Buch zu schreiben – finanziert per Crowdfunding über die Plattform Startnext.

Und nein, das auf dem Video-Vorschaubild ist er nicht – aber in dem Film erklären er und sein Ko-Autor, worum es in ihrem Buch „Palmen in Castrop-Rauxel“ gehen soll: Um Menschen, die sich trauen, etwas Ungewöhnliches zu tun. Zum Beispiel eben, in Castrop-Rauxel eine Palmenzucht zu starten. Zu 26 Prozent ist das Projekt finanziert, 48 Tage bleiben für den Rest. Da geht noch was.

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