Was die re:publica nicht war

kscheib republica berlin rp19

Dieses Jahr sind zur re:publica mehrere Freunde gekommen, für die es das erste Mal dort war. Interessant, von ihnen zu hören, was die Konferenz für sie war oder nicht war: „Guter Ort zum Leutetreffen, aber nichts, wo ich was Konkretes für meine Arbeit mitgenommen habe.“ – „Eine Veranstaltung, wo man sich wünscht, an den Sessions stünde dran ‚für Anfänger‘ oder ‚für Fortgeschrittene'“ – „Endlich sind mal mehr Leute aus unserem Unternehmen hier, damit sich das Wissen von hier auch mal verteilt.“

Ein Anlass, darüber nachzudenken, was die #rp19 für mich war. Dabei ist mir vor allem etwas aufgefallen, was sie nicht war. Zum Beispiel keine Konferenz, bei der man sich erst ins WLAN einwählen müsste – das klappt automatisch noch vom letzten Mal. Sicherlich auch nicht das letzte Mal, dass ich mir etwas anschaue, das Jo Schück moderiert – wie der die Diskussion zwischen Axel Voss und Markus Beckedahl geleitet hat, Respekt.

Vor allem aber ist auffällig, was die re:publica in diesem Jahr nicht war, früher aber schon. Kein Thema mehr, um das die Tagesschau in ihrer Hauptausgabe rumkommt. Kein kleines, kuscheliges Treffen in der Nerdnische. Und, zumindest für mich, auch nicht mehr der Ort, wo man hinfährt, um sich einmal im Jahr rückzuversichern und dann wieder in eine Welt zurückzukehren, wo man als Onliner die leicht seltsame Randfigur ist. Dazu eine kleine Anekdote.

Es ist ein früheres Jahrzehnt und ich bin eine von zwei CvDs in der Onlineredaktion eines großen Zeitungsverlags. So, wie Kinder dazu da sind, ihren Eltern den Computer einzurichten, sind wir (neben dem dafür deutlich qualifizierteren Helpdesk) für alles zuständig, was irgendwie mit Technik zu tun hat. Bisschen seltsam, andererseits freut man sich im Sinne von Kontaktpflege und Kulturwandel ja über jeden Kollegen, der auf einen zukommt. Und wer weiß, vielleicht ist Führungskraft X ja demnächst auch mal bereit, einen Text online zu stellen – jetzt, wo wir ihr gezeigt haben, wie das auf dem Handy mit den Umlauten geht und sie endlich ihren Nachnamen richtig unter ihre Mails schreiben kann.

Eines Nachmittags klingelt eines der Telefone am Desk, jemand wird zu mir durchgestellt, wir stellen uns vor. Es handelt sich um Wichtige Person X – wir kannten uns bisher nicht, dafür ist sie eng verbunden mit Wichtiger Person Y, die man fände, wenn man mit dem Finger auf einem Organigramm von meinem CvD-Posten bis fast ganz nach oben fährt. WP X geht es um ein Wohltätigkeitsprojekt; irgendwas soll zugunsten irgendeines Zweckes verkauft werden, das Geld dann gespendet. Wir reden ein wenig, und je mehr wir reden, desto klarer wird: WP X möchte, dass wir, die Online-Redaktion, dazu eBay nachbauen. Schließlich gibt es etwas zu versteigern, und er hat gehört, dass andere Firmen dafür Plattformen gebaut haben, und wir sind ja nun ein großes Verlagshaus, also ja wohl ausreichend aufgestellt, sowas auch zu bauen, für diese eine Auktion.

Ich versuche, das Ringen um Fassung hintenan zu stellen zugunsten des Aufzeigens von Alternativen. Wir könnten eine bestehende Plattform nutzen. Wir könnten Leuten anbieten, ihre Gebote zu mailen. Wir könnten eine Live-Auktion veranstalten und im Print und online dazu einladen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr, was ich alles angeboten habe, aber WP X wird zunehmend ungehalten und verlangt schließlich, mit der Chefin verbunden zu werden.

Nach ein paar Minuten stellt die Chefin WP X wieder zurück zu mir. Ihre Aussage war wie meine, aber mit Chefinnensiegel. Und tatsächlich hat WP X immerhin die Größe, sich zu entschuldigen. Nein, nicht etwa mit den Worten „Da hatten Sie wohl recht“ oder, gesichtswahrend, „Da haben wir wohl aneinander vorbei geredet.“ WP X sagt zu mir am Telefon: „Tut mir leid, Frau Scheib – ich wusste nicht, dass Sie auch einen Dienstgrad haben.“

Solche Geschichten waren es, die wir uns bei der re:publica erzählt haben, als sie noch kleiner und quasi eine dreitägige Therapiesitzung für Onliner in Offlinehäusern war, für mich, und für zig andere in derselben Situation. „Wie hast du das bei dir gelöst“ – „Wen hast du dir als Verbündeten gesucht“ – „Wie hast du erklärt, warum…“ – „Welche Zahlen hast du ihnen gezeigt, damit…“ Rückversicherung und Reality Check.

Vielleicht hat mir die Lesung des Techniktagebuchs das vor Augen gefühlt: Was damals™ wichtig, ernst oder unumgänglich war. ist heute oft vor allem lustig. Wenn ich heute die Verbündeten von damals sehe, wenn wir zusammen in Sessions zu Emojis oder Podcasts oder Presserecht sitzen – dann muss ich daran denken, wie froh ich bin, dass die re:publica heute nicht mehr der Ort ist, wo man sich dringend nötige moralische Unterstützung in ganz grundlegenden Onlinefragen holt.

Kann gut sein, dass andere Leute aus anderen Konstellationen immer noch solche Gespräche führen, sich bei der Konferenz immer noch den Rückhalt von Mitkämpfern holen. Aber wenn ich mir anschaue, wie sich die re:publica in Sachen Relevanz und Akzeptanz weiterentwickelt hat, dann gönne ich mir manchmal den Optimismus, zu glauben, dass wir in den vergangenen Jahren doch ein bisschen vorangekommen sind mit diesem Onlinedings.

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Nach 1000 Mails ist Schluss

kscheib eMail Brief

Noch gut zwei Monate bis zum Umzug, das heißt: Schredderfestspiele! Manche Ordner voll Papier hätten gar nicht erst in diese Wohnung gemusst, in die nächste kommen sie definitiv nicht mit. Gehaltszettel von einem lukrativen, in britischen Pfund bezahlten Freienjob, der so schön von der Diplomarbeit ablenkte. Frühdienst-Checklisten aus der Redaktion, die mal DerWesten hieß. Die Bescheinigung, an einem Seminar über „Medienkonvergenten Journalismus“ teilgenommen zu haben. Aktenordner als Zeitkapseln.

Dazwischen ein Briefkopf, schon damals in Magenta: Am 28. August 2002 meldet sich T-Online und weist höflich darauf hin, dass es nicht nur „ein zuverlässiger und leistungsstarker Internet-Service-Provider“ ist, sondern auch seine Tarife geändert hat. Mein „Surftime 90“ kostet im Zukunft nur noch 39,95 Euro im Monat, vorher waren es 40,30.

Der Tarif heißt so, weil man für diese Summe 90 Stunden online sein darf – pro Monat. Nach heutiger Nutzung wäre da nach einer guten Woche Schluss – always on und so. Ansonsten nehmen die AGB mich als Nutzerin an die Hand und führen mich sanft auf den Weg der digitalen Vernunft: Es gibt eine Backup-Pflicht (Punkt 6.6.3) und auch eine Pflicht, sein Passwort in regelmäßigen Abständen zu ändern (Punkt 6.3.1).

Punkt 6.5 schließlich erklärt die Sache mit der Inbox, die hier Postkorb heißt: „Der Kunde hat sicherzustellen, dass er seinen eMail-Postkorb regelmäßig überprüft, damit der Speicherplatz seines eMail-Postkorbs jederzeit für eingehende eMails ausreicht und er rechtzeitig von den eingehenden Inhalten Kenntnis erlangen kann.“ Ein Satz irgendwo zwischen Fürsorge und Oldschool-Suchmaschinenoptimierung.

Ehe das Schreiben in den Schredder geht noch ein letzter Blick auf die Preisliste: E-Mail, Verzeihung: eMail ist in den 39,95 Euro inklusive, mit 5 MB Speicherplatz. Nur bitte nicht zu eifrig schreiben, sonst muss der leistungsstarke Internet-Service-Provider meines Vertrauens bremsen: „Der Nutzer kann innerhalb von 24 Stunden höchstens 100 eMails versenden. Pro 30 Kalendertage dürfen jedoch nicht mehr als 1000 eMails versandt werden. Werden beim Versand von einer eMail-Adresse oben genannte Obergrenzen überschritten, werden diese eMails insgesamt nicht zugestellt. Der Versender wird hiervon benachrichtigt.“

Immer vorausgesetzt, er hat seinen Postkorb ordentlich aufgeräumt.

kscheib eMail schredder

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Und täglich grüßt der @pleasecaption-Bot

Ein Screenshot des @pleasecaption-Accounts

Seit ein paar Wochen lasse ich mich regelmäßig ermahnen. Die Hinweise kommen immer dann, wenn ich sie am wenigsten brauchen kann – viel um die Ohren, kurz vorm Einschlafen, gerade kommt die Metro. Die Nachrichten klingen dann so: „Dein Tweet ist ziemlich cool, aber weißt du, was noch cooler ist? Alt-Text.“ – „Hilf mit, Twitter barrierefrei zu machen, indem du Bildbeschreibungen hinzufügst.“ – „Menschen mit Sehbehinderungen könnten Probleme haben, diesen Tweet zu sehen, bitte füge Bildbeschreibungen hinzu!“

An den Ermahnungen bin ich selbst schuld, ich bin dem Twitteraccount @pleasecaption schließlich freiwillig gefolgt. Vor allem aber ist Liz Frost schuld, denn sie hat den Bot hinter dem Account gebaut. Liz beim Bot-Bauen, ich beim Bot-Folgen, beide wollten wir dasselbe: uns antrainieren, immer den Alt-Text auszufüllen, wenn wir ein Bild twittern – damit Menschen, die das Bild nicht oder schlecht sehen können, trotzdem erfahren, was es zeigt. Wer will, kann sich dann z.B. von seinem Screenreader den Alt-Text laut vorlesen lassen.

Dass man bei Twitter überhaupt Alt-Text für ein Foto oder eine Grafik vergeben kann, war mir lange nicht klar. Dabei ist das kein bisschen kompliziert, in der offiziellen Twitter-App geht es zum Beispiel so: Bild zum Tweet hinzufügen, darunter auf „Add description“ klicken, Textfeld ausfüllen, fertig.

Der Twitter-Menüpunkt, um Alt-text auszufüllen

Ein Fototweet mit ausgefülltem Alt-Text

Alles sehr schön, aber man muss halt auch dran denken, und das hat bei mir halt nur dann geklappt, wenn ich gerade konzentriert war und Zeit hatte. In anderen Situationen – siehe oben – fehlte dann doch wieder der Alt-Text. Seitdem lasse ich mich von @pleasecaption daran erinnern. Wenn man dem Account folgt, folgt er dir zurück, guckt sich ab dann jeden deiner Tweets an und schickt bei fehlenden Alt-Texten sofort einen seiner Hinweise. Das nervt, natürlich, aber das soll es ja auch. Und falls ihr nun ebenfalls erwägt, euch für eine sinnvolle Sache regelmäßig nerven zu lassen: Liz Frost war so nett, ein paar Fragen zu ihrem Bot zu beantworten.

Was war für dich der Impuls, den @pleasecaption-Bot zu bauen?

Twitter hatte damals gerade recht neu den Alt-Text eingeführt, und mir fiel auf, dass ich ständig vergaß, ihn zu meinen Tweets hinzuzufügen. Ich bin immer auf der Suche nach kleinen Nebenprojekten, die mir Spaß machen. Also dachte ich, das wäre doch nützlich, so etwas zu bauen. Das hat vielleicht so ein, zwei Wochenenden gedauert, bis alles lief.

Wenn dein Bot mich nun also gut erzieht und ich Alt-Text hinzufüge, wie ist das dann für den Leser? Wie verbessert es die Timeline von jemandem mit einer Sehbehinderung?

Leider kenne ich nicht viele Leute mit Sehbehinderung, darum kann ich deren Erfahrung nicht beschreiben. Aber ich habe den Eindruck, dass es deshalb hilft, weil Bilder sonst einfach komplett nutzlos sind.

Was macht denn einen guten Alt-Text aus? Soll man besser beschreiben („ein Gemälde, das eine Gruppe Männer rund um einen Tisch zeigt“) oder erklären („ein Foto von Leonardo da Vinci’s ‚Das letzte Abendmahl'“)?

Jemand, der beruflich mit Bildunterschriften zu tun hat, hat hier einen großartigen Thread darüber geschrieben, was man tun und lassen sollte. Ich glaube, es kommt immer auf die Situation an: Wenn es in deinem Tweet um Da Vinci geht, solltest du erwähnen, dass das Bild ein Gemälde zeigt.

Wie viele verschiedene Nachrichten schickt @pleasecaption so? Ich hab das Gefühl, ein halbes Dutzend hab ich schon gesehen.

Im Moment sind es neun. Wer will, kann mir gerne weitere schicken, aber bisher hat das noch niemand getan.

Hast du eine Vorstellung davon, wie viele Leute deinen Bot nutzen, um sich an den Alt-Text erinnern zu lassen?

Der Bot schickt Erinnerungen an alle Accounts, denen er folgt. Im Moment sind es etwa 3700 Twitterer. Darunter sind sicherlich ein paar Spam-Bots oder Fake-Accounts, aber auch ohne die sind es noch ziemlich viele Menschen!

Hast du mal überlegt, das auch in anderen Sprachen außer Englisch anzubieten?

Leider spreche ich selber nur Englisch, für andere Sprachen bräuchte ich also Leute, die mir helfen. Aber wenn da jemand Lust drauf hätte, mache ich gerne mit!

Und was für Rückmeldungen bekommst du von den Followern und von Leuten, die von den Alt-Texten profitieren?

Viele Leute haben sich bei mir bedankt und gesagt, dass der Account ihnen hilft, an Alt-Texte zu denken. Bei dem Bot ist es halt so: Wenn du es dir erst mal richtig angewöhnt hast, ist er fast völlig unsichtbar für dich. Ich vermute also, die meisten Nutzer bemerken ihn kaum. Aber ich freue mich immer über Rückmeldungen.

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Google Translate und die Sache mit dem Wichsen

Niemand ist unfehlbar, erst recht kein automatisches Übersetzungsprogramm. Wer über einen Fehler von Google Translate bloggt, riskiert also, ungefähr so originell rüberzukommen wie Mario Barth. Oder noch schlimmer: Wie Leute, die als Beispiel für einfallslose Witze immer Mario Barth nennen.

Warum es trotzdem diesen Blogpost hier gibt? Weil es bei den folgenden Fehlern um ein Prinzip geht. Um etwas, das bei Google Translate grundsätzlich falsch eingerichtet ist. So entstehen zwangsweise immer wieder Fehler nach demselben Prinzip. Und wer das weiß, kann sie vielleicht umschiffen.

In der jüngsten „Russball“-Folge hatte ich eine Fotoreportage aus dem Trainingslager von ZSKA Moskau verlinkt. Knapp zwei Dutzend Bilder, mit Ein-Wort-Unterschriften wie „природа“ (Natur), „расслабление“ (Entspannung), „мяч“ (Ball). Dann kam die Nachricht eines Freundes: „Das Beste an den Bildern ist die Übersetzung in Google Translate“. Dazu dieses Bild:

google translate

Wichsen, soso. Im Original steht unter dem Bild „рывок“, das heißt sowas wie „Ruck“ oder im Sport auch „Spurt“. Warum Google daraus ganz was anderes macht? Weil es aus dem Russischen ins Deutsche nicht direkt übersetzt, sondern mit Umweg übers Englische. So wird aus „рывок“ das Englische „jerk“, was wiederum von Google Translate als Verb aufgefasst wird statt als Substantiv. Und dann eben auch noch so übersetzt, als stünde da nicht „jerk“, sondern „jerk off“. Ergebnis: wichsen.

Nicht nur vom Trainingslager russischer Profifußballer kann man einen seltsamen Eindruck bekommen, wenn man sich auf Google Translate verlässt. Angenommen, auf einem Aushang im Hausflur steht was von einer „штраф“. Google Translate übersetzt das nicht, wie es richtig wäre, mit „Bußgeld“, sondern schlicht und positiv mit „gut“. Denn „штраф“ heißt auf Englisch „fine“, und dass „fine“ nichts anderes als „gut“ bedeutet, weiß ja jedes Schulkind.

Ich hab dann mal die Übersetzerin meines Vertrauens gefragt, ob es dafür ein Wort gibt, und natürlich gibt es dafür ein Wort: Wenn wie hier zum Beispiel Englisch als Umweg zwischen Deutsch und Russisch herhalten muss, dann ist Englisch eine „Relaissprache“. Und dieses Relais neigt immer dann zu Fehlfunktionen, wenn ein Begriff mehr als eine Bedeutung hat. Wer Russisch und Deutsch spricht, der weiß, das „штраф“ ein Bußgeld ist. Alle anderen sind darauf angeweisen, zu deuteln: „fine“, ja, aber in welcher Bedeutung? Bußgeld? Gut? Dünn? Fein?

Ach so, und das Problem besteht natürlich in beide Richtungen, auch wenn man Google Translate um eine Übersetzung aus dem Deutschen ins Russische bittet. Ihr könnt nicht schlafen, weil der Hund eures Nachbarn die ganze Nacht bellt? Für „bellen“ schlägt das Programm „кора“ vor, das bedeutet Rinde – denn der Relais-Umweg geht über das englische „bark“. Oder ihr wollt im Vorgarten ein paar Blumen säen? Viel Spaß beim Einkaufen, denn aus „säen“ macht Google Translate „свиноматка“. Das heißt – der Umweg geht über „sow“ – nichts anderes als Sau.

(Danke an Dominic und Ricarda)

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Harry Potter und die Digitalisierung des Schreckens

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An einem Dienstag Nachmittag habe ich zum ersten Mal das Gefühl, dass das mit dieser Digitalisierung eventuell ein bisschen zu weit geht.

Es ist November, es ist London und es ist die British Library. Gerade habe ich mir die Ausstellung zu 20 Jahren Harry Potter angeguckt – Manuskripte und Skizzen von J.K. Rowling, dazu alte Bücher zu Astrologie, Pflanzenkunde, mythischen Wesen, sogar ein beinahe echter Einhornkopf. Alles interessant, aber dann vielleicht doch nicht „16 Pfund für ein Ticket zahlen und trotzdem noch nicht mal fotografieren dürfen“-interessant.

Jedenfalls steht neben der Infotheke so ein Aufsteller mit Werbung für künftige Veranstaltungen, unter anderem: „Hogwarts, Poudlard, Rokfort: Translating Harry Potter“. Eine Podiumsdiskussion mit Übersetzern, bei der es unter anderem darum gehen soll, wie man Hagrids Akzent in einen ukrainischen Dialekt überträgt, oder wie der „Snitch“ auf Isländisch heißt. Sowas überzeugt mein kleines Sprachnerd-Herz sofort, der Mann an der Information hat auch nichts zu tun – es dämmert schon, die Bibliothek leert sich. Also, schnell noch eine Karte kaufen.

Frage an den freundlichen Informationsmann also: „Gibt es für die Diskussionsrunde zu Harry Potter noch Karten?“ Er sucht ein bisschen im Computer rum und stellt fest: Ja, durchaus. „Dann hätte ich gerne eine,“ sage ich – „Sind Sie denn Mitglied bei uns?“ – „Nein, leider nicht, ich muss den vollen Preis zahlen.“ Falsche Vermutung.

Denn die Frage, ob man ein Member ist – also zu den Freunden und Förderern der British Library gehört – stellt der Mann nicht etwa wegen eines Rabatts. Nur Members dürfen die Eintrittskarte hier noch persönlich bei einem echten Menschen kaufen. Normalsterbliche, Touristen und alle anderen, die sich die jährlichen 80 Pfund Membership-Gebühr nicht leisten, bekommen ihre Karten nur noch online.

Am Anfang vermute ich noch, dass das ein Missverständnis ist. Aber die Nachfrage via Twitter ergibt: Doch doch, das ist tatsächlich so. Einzige Ausnahme sind Restkarten: Sie gibt es am Tag der Veranstaltung dann auch in der Bibliothek zu kaufen, ganz normal am Schalter.

Besonders inklusiv ist das nicht – wer sich nicht sicher im Internet bewegt, aufs Geld schauen muss oder nur zu Gast in der Stadt ist, für den ist es schwierig, an Tickets zu kommen. Und schneidet sich nicht auch die British Library selber ins Fleisch? Schließlich sind hier in der Dauerausstellung jeden Tag großartige Exponate zu besichtigen. Die Magna Carta. Manuskripte von Jane Austen. John Lennons handgeschriebener Text für „Strawberry Fields“. Alles komplett kostenlos – da müsste die übliche Strategie doch noch wichtiger sein, Gäste auch zum Besuch im hauseigenen Café, im Museumsshop oder eben bei einer weiteren Veranstaltung zu motivieren.

Andererseits ist der Kontakt zu einer echten Person als Privileg ja durchaus ein Prinzip, das sich in den letzten Jahren herausgebildet hat. Wer sich das Warten am Flughafen sparen will, muss entweder online selber einchecken oder Business Class buchen. Wer in einem englischen Supermarkt nicht mühsam alles selber scannen will, muss in die längere Schlange, die zu einer Kasse mit Kassiererin führt.

Ich bin dann übrigens doch noch ganz ohne Digitalisierung an meine Karte gekommen – offline, am Tag der Veranstaltung selber. „Lots and lots of tickets“ gebe es noch, sagte der Infoschaltermann, während er eines davon ausdruckte. In der Tat war der Saal abends dann zwar gut gefüllt, aber keineswegs ausverkauft. Dabei hatte die British Library doch per Twitter noch so einen cleveren Trick nachgereicht: In der Bücherei selber gebe es doch kostenloses WLAN. Man könne ja hinkommen, sich dort für einen Zugang anmelden und über den dann die Karte buchen.

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Wenn dein Gesicht einen Nebenjob in Russland hat

Geh nach Russland, haben sie gesagt. Du wirst viel improvisieren müssen, haben sie gesagt. Vielleicht machst du plötzlich beruflich ganz was anderes, haben sie gesagt.

Fast vier Jahre später bin ich immer noch langweilige Journalistin, dafür aber umgeben von Leuten, die hier in Russland tatsächlich komplett andere Berufe ausüben. Und, noch besser: Sie tun das, ohne davon auch nur irgendeine Ahnung zu haben. Bis ihnen plötzlich ein Foto in die Hände oder zumindest in die Timeline fällt. So ist es am Wochenende offenbar Zach Braff ergangen.

Die meisten kennen ihn als Schauspieler aus der Fernsehserie „Scrubs“, manchmal führt er auch Regie oder schreibt Drehbücher. Und nun ist Braff also auch noch Computerexperte: „Ich repariere Computer und Notebooks und richte sie ein,“ verspricht der Aushang, gefolgt von einer maximalen Schlagwortdichte an allem, was irgendwie mit Rechnern zu tun hat: WLAN, Internet, Viren, Windows, Appple, soziale Netzwerke, VPN, Odnoklassniki, VKontakte. Ja gut, da überschneidet sich jetzt einiges, aber hey – Zach, der hier noch deutlich jugendlicher aussieht, macht dir dafür einen guten Preis und gibt auf alles Garantie, versprochen!

Apropos Windows: Es ist noch keine drei Monate her, da machte diese Anzeige hier die Runde. Tim Erikson, Experte für Fenster, sah zwar verdächtig wie SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz aus. Aber nein, die inserierende Firma beharrte darauf, Erikson ist ein echter, schwedischer Experte. Als irgendwann zu viele Redaktionen nachfragten, kam als Nachschub, man arbeite inzwischen nicht mehr mit Erikson-Schulz zusammen. Schade, schade, schade.

Wenn dann der Computer virenfrei läuft und die Fenster keine kalte Luft mehr hineinlassen, fehlt zum Wohlfühlen nur noch ein bisschen Gesellschaft. Die wurde, als es die Moscow Times noch auf Papier gab, regelmäßig dort beworben, und jedes Mal haben wir uns als Redaktion in Grund und Boden geschämt.

Weniger für die angepriesenen Dienstleistungen selber, sondern mehr für die so offensichtlich gefälschten Fotos von Mila (Jessica Alba), Kristina (Candice Swanepoel), Julia (Romee Strijd) und den zwei Frauen, die hier offenbar beide Maria heißen, tatsächlich aber dann doch eher Adriana Lima und Alessandra Ambrosio.

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Immerhin erschien dann ja irgendwann der kleine Hinweis rechts neben den Anzeigen – so, wie wenn auf der Hochglanzverpackung einer Tütensuppe „Serviervorschlag“ steht. Und wir merken uns: „Geh nach Russland“ ist komplett unnötig. Sei prominent genug, und dein Gesicht macht sich hier ganz alleine selbstständig.

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Garry Kasparov bei der #rp17: Links zum Weiterlesen

Garry Kasparov bei der re:publica, das ist nur eine von vielen Sessions, bei der ich dieses Jahr gerne gewesen wäre. Aber in Kiew ist Eurovision und man kann nur eines haben. Stattdessen habe ich also, nach mehrfachen „Interessiert dich bestimmt“-Hinweisen von Freunden, den Kasparov-Auftritt bei YouTube geguckt (ab 7:19) , mehrfach genickt, ein paar mal gegrinst, und vor allem gedacht: Das reicht noch nicht.

Foto: re:publica/Jan Zappner
Foto: re:publica/Jan Zappner

Zu wenig Zeit war das, um in die Tiefe zu gehen – auch, weil er sich die Session mit Claudio Guarnieri von Amnesty International teilte, was nur so halbgut zusammen passte. Andererseits: Wie schön eigentlich, wenn eine Session endet und man sich wünscht, sie wäre noch nicht vorbei. Für alle, denen das auch so ging, habe ich einige Kasparov-Zitate ausgesucht und zu ihnen Links zum Weiterlesen zusammengestellt.

Darüber, warum mit der Verbreitung des Internets nicht auch automatisch die Meinungsfreiheit wächst:

„Many of these devices allow governments to go after people, to find those who are spreading dissenting views, and eventually to prosecute them.“

„Devices“ ist ein bisschen umständlich formuliert, konkret sieht man diesen Mechanismus in Russland in den sozialen Netzwerken. Alexander Biwschew hat das am eigenen Leib erlebt – er ist Lehrer und Dichter und wurde zu 300 Stunden Arbeit verurteilt, weil er online ein Gedicht veröffentlichte, in dem er Russlands Annektion der Krim kritisierte. Andere Fälle, in denen ihr Verhalten in sozialen Netzwerken Russen vor Gericht brachte, dokumentiert die Serie „Jailed For A Like“. Und Pavel Durov, der Gründer von VKontakte, hat das Land verlassen, der eigenen Sicherheit zuliebe. 2011 hatte er sich geweigert, die VK-Seiten von Oppositionellen zu sperren. Danach war er zunehmend ins Visier der Behörden geraten.

Darüber, welche Unternehmen sich den Internet-Regelungen autoritärer Staaten beugen:

„…the double standards in the behaviour of big corporations, that are expressing their concerns about individual privacy in the free world, but at the same time are ready to comply with draconian regulations in countries like Russia, China or elsewhere, by protecting their business and endangering, at the same time, the lives, real lives, of people who are relying on these technologies to spread their message.“

Russland versucht seit einiger Zeit, durchzusetzen, dass große Internetunternehmen die Daten ihrer Nutzer auf russischen Servern speichern. Eine Petition dagegen hat knapp 45.000 Stimmen bekommen, vor allem wegen Sorgen, dass die russische Obrigkeit dann frei auf die Daten (kritischer) Nutzer zugreifen kann. (Vielleicht sind die Behörden es leid, vergeblich bei Twitter anzufragen, wenn sie solche Nutzerdaten bekommen wollen.)

Von Facebook konnte man lesen, dass es sich diesem Anliegen verweigert hat – trotzdem ist es bis heute in Russland erreichbar. LinkedIn hingegen ist in Russland geblockt, seit es den Server-Umzug verweigerte. Google wiederum hat tatsächlich einige seiner Server nach Russland umgezogen, Apple hat ähnlich reagiert, Twitter prüft das offenbar gerade.

Über die Prioritäten im russischen Staatshaushalt.

„Putin is making cuts on social security, on housing, on education, on everything except military, security and propaganda. That’s a war budget.“

Russland spart zwar inzwischen selbst am Rüstungsbudget, es ist aber immer noch einer der großen Batzen im Etat. Die Washington Post rechnet vor: 30 Prozent des Staatshaushalts gehen an Militär und Geheimdienste, für die Gesundheitsversorgung sind nicht einmal 3 Prozent eingeplant.

Vor einem knappen Jahr blamierte sich Dimitri Medwedjew beim Versuch, einer alten Frau zu erklären, warum es bei den Renten nicht mal einen Inflationsausgleich gibt. Besonders sichtbar wird das Sparen auch bei Medikamenten für HIV-positive Patienten. Bei der Palliativmedizin ist die Situation in Russland so katastrophal, dass sich immer wieder Schwerkranke das Leben nehmen.

Über Pro-Putin-Trolle:

„…look at the ratio of investment and return: It’s much cheaper than buying tv ads, and what’s also important is a huge amount of deniability. So you do these things, but technically, you can always deny: This is not us.“

Wer sich dafür interessiert, was ein Troll so kostet: Ljudmilla Sawtschuk hat das publik gemacht. Sie hat knapp zwei Monate in einer „Troll-Fabrik“ in St. Petersburg gearbeitet, für ein Monatsgehalt zwischen 40.000 und 50.000 Rubel. Im Gespräch mit Spiegel Online hat sie berichtet, dass es noch weitere Troll-Fabriken gebe, dort würden auch Pro-Putin-Kommentare auf Deutsch verfasst.

Journalisten, die über diese Trolle berichten, riskieren, selber zum Ziel zu werden, wie Jessikka Aro erlebt hat. Und, auch wichtig: Nicht jeder, der Kommentarbereiche mit Pro-Putin-Beiträgen zuspammt, wird dafür auch aus dem russischen Machtapparat heraus bezahlt.

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Die #rpTEN – jenseits von Snapchat

republica snapchat rpTEN

Wozu war die zehnte re:publica gut, wenn man schon vorher wusste, wie Snapchat funktioniert? Ja, der Jahresrückblick Social-Media-Recht war mal wieder großartig, Randall Munroe ist live genau so unterhaltsam wie als Buch, die Verifizierungs-Arbeit von Bellingcat ist faszinierend und die Lesung aus komplett abwegigen Bürgermails an Bundestagsabgeordnete hat einen Heidenspaß gemacht.

Trotzdem musste ich diesmal vor allem an die vergangenen re:publicas denken. Über den Daumen war ich bei knapp der Hälfte dabei, auch schon so mit „in der Kalkscheune und es gab kein Internet“ – wobei letzteres ja eh die Große Konstante dieser Konferenz ist. Und dieses spiegelige Dekor der #rpTEN, mit ihren Discokugeln und reflektierenden, sich ständig verdrehenden Namensschildern, hat bei mir tatsächlich funktioniert und eigene Reflektionen ausgelöst.

An der alljährlichen Floskel vom Klassentreffen der Digitalbranche ist nicht nur das „Klassentreffen“ nervig und ausgelutscht, sondern auch das mit der Digitalbranche. Heute, ja, mag sein – aber bei den frühen re:publicas waren wir keine Digitalbranche. Wir waren vielleicht die Anfänge von sowas, in meinem Fall: eine Onlinerin in wechselnden Verlagshäusern, die für zwei, drei Tage plötzlich nicht mehr die Exotin mit den seltsamen Ansichten und Anliegen war.

Re:publica, das war der Ort, wo man plötzlich unter Seinesgleichen war und sich gegenseitig ermutigen konnte: Ja, dieselben Probleme gibt es bei uns im Haus auch – und so hab ich versucht, sie zu lösen. Nein, Du liegst mit Deiner Einschätzung nicht falsch, Du musst sie nur besser erklären. Du glaubst, Du hast die beste Anekdote zu Beharrungskräften im Printjournalismus? Na, da solltest Du aber erst mal meine hören – komm, wir holen uns ein Bier.

So war das damals, und darum ist die re:publica heute kein Klassen-, sondern ein Familientreffen. Neu kennengelernt hab ich diesmal nur wenige Leute. Aber ein paar Dutzend Freunde, Kollegen, Mitstreiter wiedergesehen und eine Handvoll Twitter-Bekanntschaften endlich auch mal ins richtige Leben rübergehoben, mit Bier oder ohne.

Das letzte Mal, dass ich in so kurzer Zeit so viele Leute umarmt habe, war Weihnachten. Und ich wünsche den 4000 Teilnehmern, für die 2016 ihre erste re:publica war, dass es ihnen bei der #rpTWENTY genau so geht.

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Wenn das Internet alle ist

Moskau Unterführung Automat Frau

Die Webseite lädt und lädt und lädt, dann erscheint der Hinweis unseres Providers: Das Internet ist alle. Mal wieder. Und die Art, wie wir es wieder aufladen, durchaus speziell:

  • den Zettel mit unserer Vertragsnummer raussuchen
  • prüfen, ob genug Geld im Portemonnaie ist
  • Schuhe und Jacke anziehen
  • aus dem Haus über den Hof zur Straße gehen
  • an der Straße links bis zur nächsten Unterführung
  • runter und zu dem Automaten an der Stirnseite

Seit dem дефолт, Russlands Wirtschaftskrise Ende der Neunziger, ist das Vertrauen in Banken hier chronisch niedrig. Überweisungen oder gar Daueraufträge sind, jedenfalls bei Privatkunden, unüblich – viele Moskauer Freunde tragen jeden Monat ihre Miete in bar zum Vermieter. Stattdessen also: Geld auf dem Konto (oder noch lieber in der Hand) und wissen, wo der nächste Automat steht. Hier kann man seine Stromrechnung bezahlen, sein Knöllchen – und eben sein Internet:

  • Auf dem Bildschirm blättern, bis der richtige Provider angezeigt wird
  • „Internet zuhause“ auswählen
  • Zettel mit der Vertragsnummer rauskramen
  • Vertragsnummer eintippen, mit Nullen vorne, bis die Zahl der Stellen passt
  • in den Schlitz am Automaten einen Tausend-Rubel-Schein schieben

An Kredit- oder sonstigen Karten hat der Automat kein Interesse. Überhaupt erinnert er in seinem fast schon gusseisernen Charme eher an einen amerikanischen Briefkasten als an irgendwas, was mit Zahlungsverkehr zu tun hat. Trotzdem: Er schluckt den Schein und zeigt eine Bestätigung an. Also:

  • aus der Unterführung wieder raufgehen
  • Straße, Hof, Hauseingang etc
  • Jacke aufhängen, Schuhe ausziehen und ans Laptop setzen
  • Seite neu laden: läuft immer noch nicht!
  • einsetzender innerer Unlust-Monolog („Eh ich da jetzt noch mal rausrenne, mach ich nen Hotspot mit dem Handy!“)
  • Router neu starten
  • Seite noch mal neu laden: läuft!

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Was man von Moskauer Bloggern alles lernen kann

red square diorama

Eigentlich sollte das hier eine schön ausformulierte Blogparade werden, detailliert und einordnend. Das Ergebnis war sehr lang, sehr öde und für Leser mutmaßlich auch nur halb nützlich. Mehr Gerümpeltotale als Schaufenster.

Darum hier stattdessen eine kleine Link-Kollektion, als Anregung zum Weiterstöbern. Ein Klick pro Blog (mit einer Ausnahme, weil die Saga vom Oligarchen einfach zu gut ist), von langem Atmosphärenstück bis zum Kochrezept. Was man so erfahren kann, wenn man Moskauer Blogs liest.

Wie man sich einen Oligarchen angelt (streng dienstlich). ♦ Was der Ukraine-Konflikt mit zwei Schwestern macht. ♦  Woran man merkt, dass man sich an den Alltag hier angepasst hat. ♦  Was sich heute schon über die Zeit nach Putin sagen lässt. ♦ Wie sich der Oligarch und seine Freundin in Sibirien die Zeit vertreiben. ♦  Wie man beim Lebensmittel-Einkauf nie wieder ins Stottern kommt. ♦ Was sich gerade in der Stadt an Kultur tut. ♦ Wie Staatsmedien Ressentiments schüren – und damit nicht alleine sind. ♦ In welch grazilen Posen Sowjet-Mode mal präsentiert wurde. ♦ Was der Oligarch macht, wenn er Hunger auf Lammfleisch hat. ♦ Wie hier die Kulturszene auf Linie gebracht wird. ♦ Was passiert, wenn man am Flughafen mit weißem Pulver in der Manteltasche erwischt wird.Was sich bei einer alltäglichen Metrofahrt alles Bemerkenswertes entdecken lässt. ♦ Wie einige Russen zu ihrem Personal stehen. ♦ Wie schmerzhaft es ist, wenn man versucht, schwarz Metro zu fahren. ♦ Was für Abschiedsfotos entstehen, wenn man dem Oligarchen Adieu sagt. ♦ Wie man mit kleinem Kind in Moskau Wurzeln schlägt. ♦ Was das Beste am russischen Frühstück ist. ♦ Wie die Monate früher in Russland hießen.  ♦ Warum man auch Oligarchen immer zweimal begegnet.

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