Putin der Woche (XXXIV)

Putin der Woche Panda

Gesehen: Auf dem Oktoberblatt des aktuellen Kalenders von Andrej Budajew.

Begleitung: Chinas Präsident Xi Jinping, wie Putin verkleidet als Panda. Das ganze Blatt (bitte jetzt hier einmal klicken und zum Oktober durchblättern) zeigt eine Szene im Zoo: Die Familie Obama lachend am Rande eines Panda-Geheges. Zwei Pandas liegen faul auf dem Rücken, zwei weitere haben sich gerade als Putin und Xi enttarnt. Ein fünfter kommt aus dem Hintergrund angelaufen und entpuppt sich als Jiang Zemin mit der typischen Riesenbrille.

Text: „Doppelgesichtiger Janus“ hat Budajew das Bild genannt.

Subtext: Seit Monatsbeginn gucke ich mir dieses Motiv an und kann seine Metapher nicht entschlüsseln. „Die Obamas sind ja doof, dass sie glauben, das wären echte Pandas“? „Vorsicht, Putin ist ein Wolf im Pandapelz“? „Russland will enger mit China zusammenarbeiten – da können die USA nur lachen“? „Zoo-Pandas pflanzen sich nicht fort, weil sie in Wirklichkeit Staatschefs sind“? Ich. Habe. Keine. Ahnung.

Oben-Ohne-Punkte: 2/10 für den abgenommenen Kopf des Pandakostüms.

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Die fünfte China-Woche in Links

Wegen Shanghai-Besuch am Wochenende und danach Besuch aus Deutschland gibt es diese Woche die Links etwas verspätet. Dafür mit kleinem Ai-Weiwei-Schwerpunkt, siehe unten. Vor allem den Download-Link gerne weiterreichen.

Chinese business, political elite flaunt their success with mistresses – Mark Mackinnon nimmt den Fall Bo Xilai als Ausgansgpunkt, das Phänomen der Geliebten in der chinesischen Gesellschaft zu untersuchen. „With divorce rates in the country at an all-time high, some women believe its time to challenge society’s acceptance of men keeping mistresses, who are colloquially known here as “ernai,” or “second nipples.” “

Prehistoric man ate panda, claims scientist – kleine AP-Meldung zu einem Bericht, wonach Menschen in China mal Pandas aßen: „In primitive times, people wouldn’t kill animals that were useless to them,“ and therefore the pandas must have been used as food.

Romneys schiefe China-Argumentation – Felix Lee bloggt über das Thema China im US-Wahlkampf. „Romney kann noch so sehr darauf bestehen, China habe fair zu spielen und seine Währung aufzuwerten: Diese Jobs werden nicht in die USA zurückkommen.“

Surprisingly, China’s newspapers criticize detention for dissent – tut sich was bei der Pressefreiheit in China? Sui-Lee Wee sammelt Indizien: „Some free-speech advocates hope the coverage is a sign that Beijing wants to ease social tensions by allowing more public debate, and that this could be a priority of China’s incoming new leadership team set to be unveiled next month.“

To move on from oppression, China must recognise itself – Ai Weiwei war Gast-Chefredakteur der aktuellen Ausgabe des „New Statesman“. In seinem Leitartikel argumentiert er, dass Chinas Weg zu mehr Freiheit nur durch Selbsterkenntnis möglich ist: „The expanding use of social media and the internet will help China become a more conscious and intelligent country, but the future remains uncertain.“ (Zu den Hintergründen und zum Download einer PDF-Version in Mandarin hier mehr.)

Trotz Überwachung – Ai Weiwei macht eine Zeitung – Johnny Erling hat über die Entstehung der „New Statesman“-Ausgabe mit Ai Weiwei gesprochen – und sagt über das Ergebnis: „Ai, dessen Vater Ai Qing einst Chinas berühmtester Dichter war, bevor er zwei Jahrzehnte lang in Ungnade bei Mao fiel und verfolgt wurde, demonstriert, dass er dessen Schreibtalent geerbt hat.“

Weibo Rumor Watch: Reports of Anti-Police Riots Erupting in Luzhou – David Wertime sammelt bei Chinas Twitter-Gegenstück Weibo Berichte über Unruhen nach Polizeigewalt. „Eyewitness accounts state that riots erupted after three police beat a driver to death in front of onlookers, perhaps following a dispute and exchange of blows between the driver and traffic police.“

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