Was Alibaba.com an Daten zu bieten hat

In der Onlineredaktion gehört der Blick auf allerlei Statistiken zum Tagesgeschäft. Google Analytics, Omniture, ComScore, ATI Internet – irgendein Programm halt, das sagt: Welcher Text wird wie gut gelesen? Wie stehen wir gerade da im Vergleich zu letzter Stunde, zu gestern, zu letzter Woche? Wie kommen die Leser zu uns?

In den meisten Redaktionen guckt man sich sowas auf dem Rechner an, vielleicht auch auf einem Bildschirm an der Wand. Beim Internethändler Alibaba.com, dessen Hauptsitz in Hangzhou wir neulich besucht haben, gibt es dafür zusätzlich ein eigenes Zimmer, in der Größe eines Konferenzraums. Daten aller Art, öffentlichkeitswirksam visualiert als Tabellen, Laufbänder, Ticker und Karten, auf denen kleine Lichtpunkte hin und her sausen.

Wer weiß, wo auf der Wand er hingucken muss, erfährt zum Beispiel: Nach welchen Produkten suchen Kunden gerade? In welchen chinesischen Provinzen sind käufer und Verkäufer derzeit wie aktiv? Zwischen welchen Städten blüht im Moment der Handel?

Die Medienbotschaftergruppe vor der Datenwand bei Alibaba.com

Ein paar Zahlen, die für die Datenwand nicht wichtig genug sind – für deutsche Leser aber erwähnenswert: 365 000 Nutzer hat die Plattform in Deutschland (Unternehmenszahlen aus dem Juni). Sie kaufen vor allem Waren aus China (79 Prozent), Indien liegt auf Platz zwei, kommt aber nur noch auf 2 Prozent. Interessant ist auch, wenn man guckt, was Alibaba-Nutzer deutschen Anbietern abkaufen. Am häufigsten (17 Prozent) sind das Waren aus dem Bereich Auto und Motorrad.

Und noch eine Zahl zu Alibaba. In den Unternehmenszielen hat Gründer Jack Ma festschreiben lassen, dass es seine Firma mindestens 102 Jahre geben soll. Warum? Weil sie 1999 gegründet wurde und dann drei Jahrhunderte gesehen hätte.

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